Kirchenlexikon

Was war nochmal...? Was bedeutet eigentlich...?
In und um Kirche und Glauben gibt es jede Menge spezielle Begriffe
und Fremdworte. Hier werden einige erklärt:

Akolythen

Albe

Aspergill

Burse (-> Kelchparamente)

Casel (-> Albe)

Ceroferare (-> Akolythen)

Corporale (-> Kelchparamente)

Custodia

Direktorium

Epiphanie

Flambeau

Homilie

Kelchparamente

Kelchvelum (-> Kelchparamente)

Kirchenschiff

Kreuzgang

Kreuzweg

Lunula (-> Monstranz)

Monstranz (-> Lunula)

Ordinarium

Palla (-> Kelchparamente)

Proprium

Rochett (-> Talar)

Schiffchen

Sepulcrum

Soutane

Tabernakel

Talar

Thuriferare (-> Akolythen)

Ziborium


Akolythen, Thuriferare und Ceroferare
Es werden damit die Messdiener bezeichnet, die für die Gabenbereitung zuständig sind (Akolythen) oder die den Weihrauch (Thuriferare) oder die Kerzen tragen (Ceroferare). Streng genommen handelt es sich bei dem Akolythendienst um ein eigenes Dienstamt zur Unterstützung von Priester und Diakon am Altar, zu dem nur Erwachsene vom Bischof beauftragt werden. Der Ministrantendienst ist so gesehen eine Art Vorstufe zum Akolythendienst.
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Albe und Casel
Die Albe ist ein weißes Untergewand (lateinisch albus = weiß), bei der Casel (von lateinisch casula = Häuschen) handelt es sich um das farbige Messgewand. Die Casel entstand aus dem altrömischen Schutzmantel, einem großen, glockenförmigen Stück Stoff mit einer Öffnung für den Kopf und seitlichen Schlitzen für die Arme. Heute ist die Casel an den Seiten ganz offen. Albe und Casel trägt der Priester bei Messfeiern.
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Aspergill
Der Name Aspergill leitet sich vom lateinischen "aspergere" = bespritzen ab. Es besteht aus einem metallenen Schaft, an den eine kleine Kugel mit Löchern angebracht ist. In der Kugel befindet sich ein Schwämmchen. Manchmal wird auch die deutsche Bezeichnung Weihwassersprengel verwandt.
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Custodia
Die Custodia ist ein Behälter zur Aufbewahrung einer geweihten Hostie, die immer im Tabernakel bleibt als Zeichen dafür, dass Gott immer über uns wacht (lateinisch custodia = Wache). Diese Hostie wird nur für eine Anbetung, die Erteilung eines feierlichen Segens oder für eine Prozession (z.B. an Fronleichnam) aus dem Tabernakel genommen und in einer Monstranz den Gläubigen gezeigt. Custos ist ein Hüter, zum Beispiel wurde der Aufseher über eine mittelalterliche Klosterkirche so genannt.
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Direktorium
Das Direktorium ist ein Buch, in dem für jeden Tag des Jahres genaue Anweisungen zur Feier der Gottesdienste verzeichnet sind. So werden zum Beispiel die Schriftlesungen und die liturgische Farbe festgelegt.
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Epiphanie
Epiphanie (griechisch "Erscheinung") bezeichnet das Fest der Erscheinung des Herrn am 6. Januar. Vor der Kalenderreform von Papst Gregor XIII. galt der 6. Januar als Jahresbeginn, und hier wurde gefeiert, dass Gott Mensch geworden ist ("Erscheinung des Herrn"). Mit der Verlegung des Jahresbeginns auf den 1. Januar wird an Epipanie besonders der drei heiligen Könige gedacht. In machen Ländern wie zum Beispiel Spanien gibt es daher traditionell erst am 6. Januar die Weihnachtsgeschenke.
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Flambeau
Flambeau ist ein Leuchter für eine einzelne Kerze, die von Messdienern getragen wird. Das Wort stammt aus dem Französischen (flambeau = Fackel) und wird deshalb in der Mehrzahl mit "x" geschrieben: ein Flambeau, mehrere Flambeaux. Das in der Küche gebräuchliche Wort flambieren leitet sich von "flambeau" ab.
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Homilie
Homilie leitet sich aus dem Griechischen her und bedeutet Predigt.
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Kelchparamente: Palla, Burse, Corporale, Purifikatorium und Kelchvelum
Mit den Kelchparamenten Palla, Burse, Corporale, Purifikatorium und Kelchvelum wird der Kelch für die Messe vorbereitet (Bild).
Das Purifikatorium oder Kelchtuch ist ein kleines, zu einem Streifen gefaltetes Tuch mit eingesticktem oder eingewebtem Kreuz, dass dem Priester oder Diakon zum Reinigen des Kelches dient. Unter Palla verstanden die Römer in der Antike ein rechteckiges Tuch, in das die Frauen sich beim Ausgehen hüllten. Heute bezeichnet Palla ein quadratisches Leinentuch, das mit Karton verstärkt ist und zur Abdeckung des Kelches dient. Eine Burse ist eine Tasche (lateinisch bursa), in die das Corporale hineingesteckt wird. Das Corporale wird immer unter Kelch und Hostienschale mit geweihtem Wein und Brot ausgebreitet, d.h. unter dem Blut und dem Leib Christi (von lateinisch corpus = Leib). Das Corporale ist in beide Richtungen je dreifach gefaltet. So ergeben sich beim Auffalten neun gleich große Felder.
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Kirchenschiff
Ein Schiff in einem Gebäude ist ein langgestreckter, häufig durch Säulen abgetrennter Raum. In Kirchen spricht man vom Mittelschiff und den Seitenschiffen. Diese Raumaufteilung kann man besonders gut in St. Clemens Paffrath (Website) erkennen. Der Altenberger Dom (Website) hat zusätzlich zu einem Mittel- und zwei Seitenschiffen noch ein Querschiff und bildet damit in seinem Grundriss ein Kreuz.
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Kreuzgang
Mit Kreuzgang bezeichnet man einen häufig offenen Säulengang um einen Innenhof, wie man ihn in vielen Klöstern oder an großen Kirchen findet. In solchen Innenhöfen wurden die Mönche oder Domherren bestattet, und in die Mitte für alle gemeinsam ein einzelnes Grabkreuz aufgestellt, das dem Gang seinen Namen gab. In Herz Jesu Schildgen befindet sich der Kreuzweg im Kreuzgang.
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Kreuzweg
Unter dem Kreuzweg versteht man die 14 Stationen des Leidenswegs Christi, die in Kirchen häufig durch kleine Bilder oder Skulpturen dargestellt werden. In Herz Jesu Schildgen befindet sich der Kreuzweg im Kreuzgang. Hier gibt es Bilder und Gebete zu den 14 Stationen in Herz Jesu.
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Lunula und Monstranz
Die Lunula leitet sich vom lateinischen Wort Luna = Mond und bedeutet "Möndchen". Es handelt sich um einen halbmondförmiger Halter für eine geweihte Hostie, die in einer Monstranz gezeigt und als Leib Christi besonders verehrt wird (lateinsch monstrare = zeigen).
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Ordinarium
Unter dem Ordinarium (lateinisch "das Ordentliche") versteht man die Lieder der heiligen Messe, die von ihrem Text her in allen Messen die gleichen sind:
Kyrie (Herr, erbarme dich),
Gloria (Ehre sei Gott in der Höhe),
Credo (Ich glaube),
Sanctus (Heilig, heilig, heilig) und
Agnus Dei (Lamm Gottes).
vgl. auch: Proprium
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Proprium
Das Proprium (lateinisch "das Eigene") umfasst die Lieder der heiligen Messe, die sich von Tag zu Tag ändern:
Introitus (Einzugsgesang),
Graduale (Zwischengesang),
Alleluja oder Tractus (Halleluja oder Psalm ohne Refrain),
Offertorium (Gesang zur Gabenbereitung),
Communio (Gesang zur Kommunion) und
Schlussgesang.
Bei fünf Gelegenheiten ist der Zwischengesang etwas länger und wird als Sequenz bezeichnet: an Ostern, Pfingsten, Fronleichnam, dem Fest der Sieben Schmerzen Mariens (15. September) und bei Totenmessen. Der Schlussgesang gehört nicht zum eigentlichen Proprium, vielfach ist in den Messen kein Schlusslied vorgesehen. vgl. auch: Ordinarium
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Schiffchen
In einem Schiffchen führen die Thuriferare Weihrauchkörner für die Heilige Messe mitgeführt. Die Schiffsform ist für dieses Gefäß sehr beliebt und hat ihm den Namen gegeben.
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Sepulcrum
Sepulcrum ist der lateinische Ausdruck für Grab. In einer Kirche wird damit das sogenannte Altar- oder Reliquiengrab bezeichet, eine kleine Aussparung im Altar, in die Reliquien von Heiligen eingelassen sind. In Herz Jesu Schildgen sind dies winzige Knochenstückchen der Stadtheiligen von Köln, der heiligen Ursula und des heiligen Gereon (Bild des Altargrabs in Herz Jesu).
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Soutane
Die Soutane (von lateinisch subtus, "unten") ist ein knöchellanges Gewand mit Ärmeln, das mit einem breiten Stoffgürtel getragen wird. Vom Kragen bis zum Saum müssen 33 kleine Knöpfe zugeknöpft werden, die symbolisch für die 33 Lebensjahre Christi stehen. Früher von allen Priestern getragen, ist die Soutane heute etwas außer Mode gekommen.
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Tabernakel
In der Zeit vor den jüdischen Tempeln führten die Israeliten die Bundeslade (also die Tafel mit den 10 Geboten) in einem Zelt mit sich. Dieses Zelt war Zeichen für die Anwesenheit Gottes in seinem jüdischen Volk. Auch in den christlichen Kirchen wird heute der Leib Christi, die geweihten Hostien, als Allerheiligstes in einem "Zelt" aufbewahrt, dem Tabernakel (lateinisch "Zelt“).
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Talar und Rochett
Talar und Rochett sind die beiden Teile der Chorkleidung, also der Gewänder, die im Altarraum getragen werden. Ein Talar ist ein schwarzer (oder bei den Messdienern auch roter) Mantel, der bis auf die Knöchel reicht (lateinisch talaris = bis an die Knöche reichend). Der Chorrock oder das Rochett (althochdeutsch roch = Rock) ist weiß mit weiten Ärmeln und wird über dem Talar getragen.
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Ziborium
Ziborium (lateinisch = Becher) bezeichnet einen Speisekelch mit Deckel. In Ziborien werden die geweihten Hostien gesammelt, die bei der Messe übrig bleiben, und dann im Tabernakel aufbewahrt.
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